Stock-Car

Was ist Stock-Car?

Stock-Car bezeichnet eine etwa in den 1970er-Jahren im deutschsprachigen Raum Europas entstandene Art von Autorennen, bei der Drängeln und Kollisionen erlaubt und ausdrücklich erwünscht sind und in der Regel ältere Gebrauchtwagen eingesetzt werden.

Stockcar wird auf einem etwa 500 Meter langen Ovalkurs mit unebenem Untergrund gefahren. Hierbei sind sechs bis über 20 Fahrzeuge pro Rennen auf der Strecke. Gestartet wird in unterschiedlichen Rennklassen, die sich nach Antriebsart und Motorleistung der Fahrzeuge unterscheiden.

Wegen der zahlreichen, absichtlichen Kollisionen müssen die Fahrzeuge entsprechend sicher für die Fahrer sein. So ist ein Überrollkäfig im Wagen unverzichtbar, da ein Überschlagen oder Drehen nicht ausgeschlossen ist. In der Regel werden hierzu Wagen, die nicht mehr für den Straßenverkehr tauglich sind, umgebaut. Für viele Anhänger des Stockcars liegt die Faszination sicherlich darin, auf legalem Weg an die Grenzen ihres Fahrkönnens zu gehen. (Wikipedia)


Die folgenden Erläuterungen beziehen sich auf den Stock-Car Sport in Bayern!

Fahrzeuge

Am und im Fahrzeug muss alles entfernt werden, was Splitter- oder Feuergefahr besitzt, zweckmäßigerweise wird dazu im Innenraum alles bis auf einen zulässigen Sportsitz ausgebaut. Um die Verletzungsgefahr zu minimieren, muss die Fahrertür regelkonform versteift werden und ein Überrollkäfig eingebaut werden. Auch muss die Anhängerkupplung und der Originaltank entfernt werden.  Die Fensterscheiben werden im Fahrerbereich durch ein Gitter ersetzt, um den Fahrer zum Beispiel vor Steinschlag zu schützen.

Da die Superklasse-Fahrzeuge und die Crosslauf-Fahrzeuge in vielen Arbeitsstunden hergestellt und darüber hinaus stark motorisiert sind, herrscht bei diesen Rennen absolutes Crashverbot, anlehnen ist jedoch meist erlaubt.

In der unverbauten Klasse dürfen keine Schweißarbeiten an der Karosserie vorgenommen werden, das Auto bleibt äußerlich im Originalzustand, wobei die obigen Sicherheitsbestimmungen trotzdem einzuhalten sind.

Bei der verbauten Klasse hingegen darf beispielsweise der Kofferraum entfernt werden, um eine geringere Angriffsfläche zu bieten. Zudem sind Schweißarbeiten an der Karosserie erlaubt, so ist es möglich, bestimmte Teile des Fahrzeugs auszubauen und mit 1-mm-Stahlblech nachzumodellieren. Trotzdem darf der Motorbereich weder versteift noch verstärkt werden.


Klassen

Unverbaute Klasse: Bayerische Meisterschaft (bis 1300 cm³, bis 1800 cm³ und über 1800 cm³)
Junior-Cup (max. 1300 cm³ und 44 kW, ab vollendetem 14. LJ bis zur Vollendung des 18. LJs)
Verbaute Klasse Herren: Bayerische Meisterschaft (bis 1800 cm³ und über 1800 cm³)
Verbaute Klasse Damen: Bayerische Meisterschaft (ohne Hubraumgrenze)
Verbaute Klasse Herren: Deutsche Meisterschaft (ohne Hubraumgrenze)
Verbaute Klasse Damen: Deutsche Meisterschaft (ohne Hubraumgrenze)
Verbaute Klasse Spezial: Bayerische Meisterschaft (ohne Hubraumgrenze)
Cross-Lauf: Bayerische Meisterschaft  (bis 2000 cm)
Superklasse Eigenbau: Deutsche Meisterschaft (ab 147 kW; Eigenbauten in optisch schönem Zustand)
Superklasse Karosserie: Deutsche Meisterschaft (ab 147 kW; Serienfahrzeuge in optisch schönem Zustand)


Das Rennwochenende

Die Veranstaltung dauert zwei Tage.

Am Samstag findet die technische Abnahme der Fahrzeuge statt. Dort wird geprüft, ob das Fahrzeug die in der Ausschreibung des BSCV’s festgelegten Anforderungen erfüllt.

Wenn die technische Abnahme erfolgreich war, dürfen die Fahrer zum Training. Das Training ist mit einem Qualifying zu vergleichen. Jeder Fahrer kann eine Runde auf Zeit fahren. Diese entscheidet über die Startposition.

Das Training dauert meist von 11 Uhr bis 17 Uhr und ist für Zuschauer kostenlos.

Am Sonntag finden nach der Fahrerbesprechung die verschiedenen Wertungsläufe statt. Je nach Gruppe gibt es circa zwischen 13 und 23 von diesen. Ein Rennen dauert, wenn nicht vom Veranstalter aufgrund schlechter Witterung verkürzt, 12 Runden.

Rennstart ist meist zwischen 10 und 11 Uhr. Der Eintritt liegt zwischen 8-10€ für einen Erwachsenen.


Hinweise

Stock-Car Rennen finden auch bei schlechtem Wetter statt (außer es regnet so stark, dass die Bahn nicht befahrbar ist).

Hierbei empfiehlt es sich, Gummistiefel und warme Sachen zu tragen.

Bei schönem Wetter empfiehlt es sich, Sonnencreme und eine Kopfbedeckung bzw. einen Schirm mitzubringen.

Für Verpflegung und Toiletten ist auf den Rennbahnen gesorgt.